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Töltkorrektur

Von IPZV-Trainerin Silke Köhler-Trumpa

Es gibt zwei Arten von "Schweinepassern":
a) der faule Passtölter
b) der verspannte Passtölter

Korrektur: a) Die wenigsten Islandpferde gehen passig aus Faulheit, da sie eher über zu viel als zu wenig Temperament verfügen. Ein träges Islandpferd kann aber dazu neigen, statt taktklar zu tölten, passig zu gehen. Diese Pferde muss man "aufwecken", d.h. eher kurz und knackig reiten, viele Paraden vom Tölt oder vom Schritt zum Halt, kurze knackige Galoppaden, Übergänge Tölt-Galopp. Wichtig ist bei allen Paraden, die Hinterhand gut heranzureiten, da das faule Pferd dazu neigt zu lang zu werden und die Hinterhand nicht genug unterzusetzen.

b) Das Islandpferd, welches durch die Verspannung passig geht, ist deutlich häufiger anzutreffen. Die Verspannungen wurden meist vom Reiter erzeugt und haben sich auf die Rückenmuskulatur des Pferdes übertragen. Diese Pferde muss man lösen. Wichtig ist eine gute lange Warmreite- und Vorbereitungszeit. Ca. 10 Minuten Schritttraining, dabei weiche Biegungen einfliessen lassen, danach kann man mit engen Schlangenlinien im Schritt und im passigen Tölt arbeiten. Wichtig ist, dass das Pferd Seitengänge erlernt, da es durch das Schenkelweichen stark gelöst werden kann.

Wenn ein verspanntes Islandpferd sehr viel Temperament hat ist es sinnvoll, es erst einmal in Ruhe abzugaloppieren. Die Töltarbeit besteht in der Hauptsache darin, die nun durch die Vorarbeit gelösten Verspannungen nicht wieder aufzubauen. D.h. der Reiter muss gut zwischen belastenden und entlastenden Gewichtshilfen abwechseln können.

Oft ist es eine Hilfe, dem Pferd Impulse in Richtung Trab zu geben um es zum lockeren, taktklaren Tölt zu animieren. Pferden mit sehr kurzen Bewegungsabläufen und Neigung zum Wechseln sollte man unter Mithilfe von Gewichten (schwere Eisen, Ballenboots, etc.) die an den Vorderbeinen angebracht werden, zu weiteren, höheren Bewegungen und dadurch zur besseren Taktfindung verhelfen.

Passige Pferde können in unwegsamen Gelände oft leichter ihren Takt finden als auf glatten Wegen und in Biegung und Stellung besser als Geradeaus.

 

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